Leitbild der Evangelischen Kirchengemeinde Wald
(beschlossen vom Presbyterium im Dezember 2005)
Die Evangelische Kirchengemeinde Wald möchte sein
„wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen,
der seine Frucht bringt zu seiner Zeit,
und seine Blätter verwelken nicht.“
(Psalm 1,3)
Das Bild vom Baum mit Wurzel, Stamm, Ästen und Zweigen, Blättern und Früchten umfasst unsere Herkunft, unsere Hoffnung und unseren Auftrag .
Unsere Wurzeln greifen hinein in die Geschichte Gottes mit seinem Volk Israel.
Der Stamm des Baumes ist unser HERR Jesus Christus. Von ihm singt die Gemeinde: „Holz auf Jesu Schulter, von der Welt verflucht, ward zum Baum des Lebens und bringt gute Frucht.“ (eg 97,1)
Äste und Zweige zeugen von der Lebendigkeit des Baumes. Sie erinnern uns daran, dass die Gemeinde Gottes in der Welt vielfältig und weit verzweigt ist. So versteht sich die Evan-gelische Kirchengemeinde Wald als Einheit in der Vielfalt, ihre Äste und Zweige sind Teil des einen Baumes.
Blätter und Früchte sind Zeichen des fruchtbaren Lebens. Im Vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes erfüllen wir unseren Auftrag, die Gemeinde zu nähren und zu stärken.
- Wir feiern unseren Glauben an den lebendigen Gott.
Wir stärken uns im Glauben.
Wir erleben Gemeinschaft im Hören auf Gottes Wort, im Brotbrechen und im Gebet. Wir verbreiten das Evangelium in unserem Stadtteil.
- Wir laden Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen ein, im Schatten des Baumes zu rasten, Zuflucht, Hilfe und Rat zu finden.
bieten Menschen Raum zur Entfaltung und Orientierung am christlichen Glauben. Wir sorgen für die Generationen.
Wir achten auf Menschen in schwierigen Lebenslagen.
- Wir schätzen den Reichtum der Evangelischen Kirchengemeinde Wald.
Wir gehen verantwortlich mit den Mitgliedern und den Mitarbeitenden, den Gebäuden und Finanzen um.
Wir fördern und würdigen die vielfältigen Gaben und Fähigkeiten und ermutigen Menschen zur Beteiligung.
Situationsbeschreibung
-
Die Ev. Kirchengemeinde Wald hat die gemeindlichen Aufgaben und Angebote bisher
weitgehend flächendeckend in ihren Gemeindebezirken wahrgenommen.
-
Aufgrund der Halbierung der Gemeindegliederzahl innerhalb der letzten 40 Jahre hat
sich auch die finanzielle Lage erheblich verändert, so dass eingreifende
Sparmaßnahmen und damit neue konzeptionelle Überlegungen notwendig wurden.
-
Zu Beginn des Jahres 2003 hat sich die Gemeinde eine neue Gemeindesatzung gegeben,
und die Gemeinde in zwei Gemeindebereiche mit je drei Seelsorgebezirken gegliedert.
Zukunftsträchtig erscheinen folgende Wege:
-
Darüber hinaus ist ein Überdenken aller Arbeitsbereiche geboten.
-
Die Ressourcen unserer Großgemeinde machen Konzentration und Bündelung möglich.
Das heißt, es wird in Zukunft nicht mehr alle bisherigen Gemeindeangebote geben. 3.3. Es
wird angestrebt, durch Konzentration Qualitätssteigerung zu erzielen.
-
Die Gemeinde wird über die Gemeindegrenzen hinaus Kooperationen suchen müssen.
-
Die Organisation des pfarramtlichen Dienstes ist zu überdenken und die Zahl der Pfarrstellen
ist an der Gemeindegliederzahl zu orientieren.
-
Inhaltliche Schwerpunktsetzungen und funktionale Aufteilungen sollen an die Stelle
parochialer Strukturen treten. "Kirchturmdenken ist passé."
-
Es ist ein "Gottesdienstkonzept" zu erarbeiten, das die Zahl der Gottesdienste und ihren Ort,
sowie ihre Gestaltung, die Zielgruppe und den Veranstaltungszeitpunkt überdenkt.
-
Die Gottesdienste sollen unter Beteiligung von mehr Mitwirkenden attraktiver werden und
mehr Menschen zur Teilnahme einladen.
-
Auch im Bereich der Seelsorge ist zu prüfen, ob überbezirkliche Angebote (z.B. Vernetzung
institutioneller Seelsorge mit Gemeindeseelsorge, Begleitung von pflegenden Angehörigen,
Sterbebegleitung und Trauerarbeit u.a.) möglich sind.
-
Die Verwaltung muss zu einem effektiven Dienstleistungsunternehmen werden, auf der
einen Seite durch Zentralisierung, und auf der anderen Seite durch Gemeindenähe.
-
Das Vermögen der Kirchengemeinde ist wirtschaftlich zu verwalten, so dass Einnahmen für
gemeindliche Aufgaben erzielt werden.
-
Die Aufgaben innerhalb der Dienstgemeinschaft aller Mitarbeitenden sind derart zu ordnen,
dass alle haupt- und nebenberuflichen Mitarbeiter mehr als bisher ihren Kernaufgaben
nachkommen können. .
-
Ehrenamtliche Mitarbeitende werden in besonderer Weise wertgeschätzt. Jede(r)
MitarbeiterIn hat Anspruch auf eine verlässliche Beschreibung ihrer/seiner Aufgaben. Dabei
müssen angemessene Personalführung, Fortbildung und Begleitung fester Bestandteil für das
Dienstverhältnis werden.
-
Eine effektive Öffentlichkeitsarbeit durch Gemeindebrief, Newsletter, Pressearbeit,
Schaukästen und andere Medien (Internet) dient der Präsentation der Gemeinde nach außen
hin und versucht alle Gemeindeglieder anzusprechen.
-
Auch Angebote von außen (z.B. Kunst und Kultur) sollen mit der Gemeindearbeit verknüpft
werden.
-
Die Kirchenmusik spielt in der Tradition der Gemeinde eine große Rolle. Die Vermittlung
des Evangeliums durch die Musik soll nach wie vor einen besonderen Stellenwert haben.
-
Die Kinder- und Jugendarbeit auch mit ihrem besonderen Profil als "Kirche für andere"
soll in der Gemeinde weiterhin erlebbar sein.
-
Die Vernetzung der Arbeit der Jugendzentren und der Jugendräume ist zu fördern.
-
Die Anzahl und Größe der gemeindlichen Kindergärten muss unter Beachtung der örtlichen
Auslastung überdacht werden.
Sie sollten ein deutlich evangelisch-christliches Profil haben.
-
Die Kirchengemeinde hat einen geschichtlich dokumentierten Schwerpunkt in der sozial-
diakonischen Arbeit ("Armenhaus").
-
Insbesondere die Arbeit mit sozial Schwachen, Nichtsesshaften und anderen Randgruppen
unserer Gesellschaft bildet ein unverwechselbares Profil (Mittagstisch, Kleiderkammern,
soziale Unterstützung, Zivildienstarbeit u.a.m.).
-
Gemeindeschwestern bzw. Gemeindehelferinnen suchen Menschen in ihren Alltagssituationen
auf und vermitteln in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises
Solingen bzw. anderen Solinger Wohlfahrtsverbänden und den kommunalen Diensten "Hilfe
zum Leben".
Dieser Arbeitsbereich soll im gesamtgemeindlichen Kontext profiliert werden.
Zum Seitenanfang