Gemeindeschwester Bettina Hahmann
Pfr. Hartmut Schneider
Telefon: 0212 / 318025
Corinthstr. 11
42719 Solingen
Sprechzeiten Schwester Bettina Hahmann
montags bis freitags zwischen 13.00 und 14.00 Uhr.
montags und donnerstags, 12.00 Uhr
im Ev. Gemeindehaus Corinthstr. 14
Essen auf Rädern für immobile notleidende Menschen
Eine Aktion der Ev. Kirchengemeinde Wald.
Kontakt: Gemeindeschwester Bettina Hahmann, 31 80 25
montags und donnerstags 14.00-15.30 h
Bertholdstr. 9
im Pfarrhaus Corinthstr. 11
montags-freitags 13.00-14.00 h
Seit über 15 Jahren bieten wir bedürftigen Menschen, und die Zahl derer steigt, zwei Mal die Woche eine warme Mahlzeit an. Unser Kleiderkammer-Team versorgt die Menschen mit guter gebrauchter Kleidung. Ihre Nöte und Sorgen können sie bei unserer Gemeindeschwester Bettina Hahmann loswerden, die professionell berät und weiterhilft. Im Team mit Pfr. Hartmut Schneider und mit der Unterstützung "gesponserter" Zivis kann vielen Menschen ein wenig geholfen werden. Für manche ist das Büro der Gemeindeschwester im Pfarrhaus Corinthstraße auch einzige Postanschrift. Die Zahl der hilfsbedürftigen Menschen wächst und umspannt alle Generationen. So sind unsere Zivis auch bei Arztbesuchen, Einkäufen, medizinischen Behandlungen und anderen Erfordernissen im Einsatz.
Finanziell werden wir sehr stark vom Lions Hilfswerk unterstützt und auch über die Kette der helfenden Hände. Ohne diese "Sponsoren" wäre vieles nicht möglich. Aber ebenso sind wir auf die treuen Spenden aus der Gemeinde angewiesen. Wenn Sie unsere sozialdiakonische Arbeit unterstützen möchten, können Sie Pfr. Hartmut Schneider oder Schwester Bettina Hahmann darauf ansprechen.
Wenn Sie unser Spendenkonto nutzen wollen, können Sie überweisen an:
Konto-Nr. 203 679
der Ev. Kirchengemeinde Wald,
Stichwort "Diakonie Süd"
bei der Stadtsparkasse Solingen (BLZ 342 500 00).
Gastfreundlich zu sein, vergesst nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr Wissen Engel beherbergt.
Bettina Hahmann, ihres Zeichens Gemeindeschwester, feierte am 1.10.2006 ihr 25-jähriges Dienstjubiläum. Im Erntedankgottesdienst, der genau auf dieses Datum fiel, dankte die Gemeinde Gott für ihr segensreiches Wirken und erneute in einer feierlichen Segenshandlung ihre Berauftragung zum Dienst in unserer Gemeinde.
Das Berufsbild einer Gemeindeschwester hat sich im Laufe des letzten viertel Jahrhunderts radikal verändert. Als die gelernte Altenpflegerin Bettina Hahmann ihre Tätigkeit in 1981 aufnahm, waren noch sieben Gemeindeschwestern in Diensten der Gemeinde. Neben der traditionellen Altenarbeit, waren sie hauptsächlich in der Altenpflege und im Besuchsdienst beschäftigt. Dies änderte sich Ende der 80er Jahre mit den Veränderungen in der ambulanten Pflege. Für unsere Gemeinde ergab sich die Fragestellung, ob sie eine Sozialstation einrichten oder sich einer anderen anschließen wollte, um die Möglichkeit zu erhalten, die ambulanten Pflegeleistungen mit den Krankenkassen abrechnen zu können. Bis zu diesem Zeitpunkt war die pflegerische Versorgung alter und kranker Menschen eine kostenfreie Dienstleistung der Gemeinde an ihren (und nicht nur diesen) Gemeindemitgliedern. Das Presbyterium entschied sich damals, diesen Weg nicht zu gehen. Es hätte den ehedem freien Dienst unter das Vorzeichen einer wirtschaftlich arbeitenden Sozialstation gestellt. Der vertrauensvolle, oft seelsorgerlich geprägte Umgang mit den auf Hilfe angewiesenen Menschen, wäre dadurch in einer Weise belastet worden, die es dem Presbyterium ratsam erscheinen ließ, diesen Weg nicht einzuschlagen.
Parallel zu dieser Entwicklung verstärkten sich die ersten Anzeichen einer grundlegenden Veränderung der finanziellen Situation der Kirchengemeinde. Die Steuerreformen verlagerten die Belastungen der BürgerInnen weg von den direkten hin zu den indirekten Steuern, an denen die Kirche nicht partizipiert, der Solidaritätszuschlag begünstigte eine ernsthafte Austrittswelle. Diese und andere Faktoren führten zu dramatischen Mindereinnahmen durch die Kirchensteuer. In eine ersten Personalabbauwelle wurden freiwerdende Stellen nicht mehr besetzt. Dies führte im Bereich der Gemeindeschwestern dazu, dass von ehedem sieben Gemeindeschwestern heute noch drei verblieben sind, die zusammen zwei Vollzeitbeschäftigungen entsprechen.
Für Bettina Hahmann bedeutet dies konkret, dass sie, zunächst für nur einen Bezirk (Südbezirk) eingestellt, heute für drei Arbeitsbereiche verantwortlich zeichnet. Jeweils zu einem Drittel ist sie im Südbezirk, in der Seniorenwohnanlage im Wiedenhof und für die sozialdiakonische Arbeit in der Gemeinde zuständig.
Neben der traditionellen Arbeit im Besuchdienst und in Veranstaltungen der Altenarbeit hat sich in unserer Gemeinde ein breites Feld sozialdiakonischer Dienstleistungen und Fürsorge etabliert. Dahinter verbirgt sich die mühevolle und nachgehende Arbeit mit besonders benachteiligten Menschen in unserer Gesellschaft. Hier schlägt Bettina Hahmanns Herz besonders stark. In Zusammenarbeit mit Pfarrer Hartmut Schneider hat sie eine so in Solingen einmalige Arbeit aufgebaut, die vielen Menschen letzte Anlaufstation ist. Aus der Versorgung mittelloser Menschen mit Nahrungsmitteln entwickelten Gemeindeschwester und Pfarrer den Mittagstisch für Bedürftige. Auf ihre Initiative entstand Anfang der 90er Jahre der erste "Runde Tisch Obdachlosigkeit", der die verschiedensten karitativen Kräfte und Stadtdienste an einen Tisch brachte, um Hilfsangebote zu bündeln, zu koordinieren und zu verbessern. In diesem Zuge entstand auch der Mittagstisch der Ohligser evangelischen Gemeinde, der mit dem Walder zusammen an vier Tagen der Woche regelmäßig warme Speisen austeilt. Durch das Bekanntwerden der Arbeit konnten Sponsoren gewonnen werden, wie z.B. das Lions-Club-Hilfswerk. Daneben unterstützen viele regelmäßige Spender diese Arbeit der ehrenamtlichen Teams um Frau Hahmann beim Mittagstisch und in der Kleiderkammer.
Neben der materiellen Unterstützung finden viele bedürftige Menschen in Bettina Hahmann eine Ansprechpartnerin für nahezu alle Problemlagen des menschlichen Lebens. Insbesondere ihre beraterische Kompetenz im Umgang mit Kranken- und Pflegekassen und städtischen Behörden wird für viele eine große Hilfe. So ist ihre "Sprechstunde" nach dem Mittagstisch häufig übervoll. Ihr großer Wunschtraum ist ein "Haus der Gastfreundschaft", in dem Menschen Zuflucht und Hilfe finden.