| Wochentagtag | Zeit |
|---|---|
| Mittwochs | 9:30 - 12:30 Uhr |
| Donnerstags | 15:30 - 18:00 Uhr |
| Freitags | 9:30 - 12:30 Uhr |
| Samstags | 10:00 - 12.30 Uhr |
| Sonntags | nach dem Gottesdienst |
Während dieser Öffnungszeiten kann im Café neben dem Weltladen der fair gehandelte Kaffee, Tee, Kako oder Saft probiert werden.
Der Weltladen besteht seit 1985. An seinem jetzigen Standort im Anbau der Evangelischen Kirche Wald befindet er sich seit 1990. Die 12 ausschließlich ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen treten ein für menschengerechte Lebensbedingungen von Handwerken und Kleinbauern in der sog. Dritten Welt, die durch die Strukturen ihres Landes sowie der Weltwirtschaft benachteiligt sind. Jeder Verbraucher kann mit seinem Einkaufsverhalten zum Fairen Handel beitragen. Mittel zum Zweck ist der Verkauf von Waren aus Lateinamerika, Afrika und Asien. Die Produzentinnen und Produzenten erhalten für ihre hochwertigen Erzeugnisse einen gerechteren, d. h. höheren, Preis als im gewöhnlichen Handelsverkehr, der die Produktionskosten deckt und darüber hinaus Spielraum für Entwicklungsaufgaben wie Schulbau oder Gesundheitsvorsorge lässt. Der Weltladen bezieht seine Waren von der gepa. Die gepa, mit Sitz in Wuppertal, ist die größte Fair-Handelsorganisation in Europa. Sie handelt seit 25 Jahren zu fairen Preisen direkt und langfristig mit rund 140 Handelspartner in der sog. DrittenWelt. Die Angebotspalette ist entsprechend groß und vielfältig.
Der Verein "ananse eV - support of people with special needs" unterstützt Projekte für Menschen mit Behinderung. Das Ziel des Vereins besteht darin, die Lebenssituationen der unterstützten Personen durch eine Berufsausbildung zu verbessern. Außerdem soll die Einstellung zu Menschen mit Körperbehinderung positiv verändert werden. In der ländlichen Region Wenchi (im Zentrum von Ghana) leben 3-5% Menschen mit Körperbehinderung. Sie haben bisher keine Chance, einen angemessenen Beruf zu erlernen. Es wird daher eine Ausbildungswerkstatt mit 25 Plätzen eingerichtet, wobei dort sowohl Jugendliche mit als auch ohne Körperbehinderung ausgebildet werden. Die Einrichtung umfasst eine Nähwerkstatt, in der ghanaische Stoffe zu Kleidungsstücken weiter verarbeitet werden. Und es wird eine Metallwerkstatt entstehen, in der Stahlcontainer, Türen und Tore gebaut/ verkauft und Autoteile verkauft werden. Die Ausbilder zu den Berufen stammen aus der Region Wenchi. Eingeplant ist auch die Arbeit eines Physiotherapeuten, der die körperbehinderten Menschen während ihrer Ausbildung betreut. In dem Ausbildungszentrum werden einige Auszubildende die Möglichkeit haben zu wohnen, wenn ihre Familien in umliegenden Dörfern liegen und die tägliche Anfahrt nicht möglich ist. Der Verein ananse (im Internet zu finden unter www.ananse.org) arbeitet für dieses Projekt mit einer ghanaischen Vereinigung zusammen, der rural youth associacion, um einen dauerhaften, engen Kontakt zu halten. Der Verein ananse ist für alle Spenden dankbar, die diesem Projekt zugute kommen. Annette Runge
Taschen und Accessoires von Conserve, Delhi, Indien
Diese unglaubliche Masse von Plastiktüten ist eines der größten Umweltprobleme, das wir in Delhi haben", erläutert Anita Ahuja, Leiterin der Umweltschutzorganisation Conserve. Daraus müsste sich doch ein Produkt herstellen lassen, überlegte sie. Gesagt, getan. Ihr Mann Shalabh entwickelte als Ingenieur ein Verfahren, bei dem aus den gebrauchten Plastiktüten unter Druck und Hitze ein völlig neuartiges Material wird. Conserve nennt es sehr passend "Handmade Recycled Plastic" (kurz: HRP) und daraus entstehen die Träume aller fairen Modebewussten, z.B. kleine und große Taschen, Mousepads u.a. Ein Bogen HRP besteht aus etwa 60 Polyethylen-Tüten und ist in Farbe und Muster einzigartig. Damit ist jede daraus hergestellte Tasche und jedes Accessoire ein Unikat! Das direkte Recycling von Plastikabfällen hat große Vorteile: Energie und Wasser werden eingespart. Das neu gepresste Material muss nicht mehr gefärbt werden, denn die Farben und Muster entstehen beim HRP allein durch die kreative Kombination der Plastiktüten. Conserve bezieht die gereinigten und sortierten Plastiktüten zurzeit von Menschen, die in den Slums von Delhi leben. Durch den Fairen Handel erhalten sie einen höheren Preis für das Plastikmaterial. Von Conserve wurde zudem eine Schule gebaut, damit die Kinder aus den Slums dort lernen können, statt auf den Müllhalden mitzuarbeiten.
Nachdem nun die 8. Aktion des „Stadtteil-Adventskalenders“ der Ev. Kirchengemeinde Wald, beendet ist, sagen wir auch von dieser Stelle allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön. Die Kreativität und Vielfältigkeit war bei der letzten Aktion besonders groß. Unter anderem wurden Geschichten über Engel, Weihnachtsverweigerer, Entstehung des Liedes „Macht hoch die Tür“, vorgetragen. Gedichten, Vorträgen und dem Hirtenspiel wurden ebenso große Aufmerksamkeit gewidmet, wie den musikalischen Darbietungen der unterschiedlichsten Art. Bei den musikalischen Beiträgen gaben junge Bläser/innen ihr Debüt, der Schülerchor der Friedrich Albert Lange-Schule begeisterte die Zuhörer, eine Band bot Adventslieder der modernen Art. Einer der Höhepunkte war der Besuch des Nikolaus` im Kirchencafé am 6. Dezember. Immer wieder beliebt sind die heißen Getränke und das angebotene Gebäck. Auch die Gestaltung der „Türchen-Nummern“ war kreativ und vielfältig. Die Begegnung mit Nachbarn, Freunden und Bekannten verbunden mit den Darbietungen trugen zu einer besinnlichen und stimmungsvollen Adventszeit bei. Christa Gondorf
Die Verpackungen fair gehandelter Produkte im Weltladen erhalten ein neues Gesicht. Das ist Anlass, einmal die wichtigsten Informationen über den Fairen Handel zusammenzufassen:
Seit über 30 Jahren engagiert sich die GEPA (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt) mit ihren bundesweit 14 Regionalen Fair Handelszentren, 800 Weltläden und 6000 Aktionsgruppen im Fairen Handel und ist damit Pionier auf diesem Gebiet. Als Großhandels- und Importunternehmen hilft sie den vom Weltmarkt wirtschaftlich und sozial benachteiligten Produzenten und Kleinbauern der sogenannten Dritten Welt, sich aus eigener Kraft einen angemessenen Lebensunterhalt zu verdienen. Zu den ca. 160 Handelspartnern in Afrika, Lateinamerika und Asien sind langjährige verbindliche Beziehungen gewachsen. Sie liefern verlässlich hochwertige Rohstoffe und Produkte und erhalten einen fairen, d.h. deutlich höheren als den Weltmarktpreis. Ein Spitzenkaffee aus Fairem Handel kostet z.B. nur ca. 2 Cent mehr pro Tasse. Sämtliche Gewinne legt die GEPA im Fairen Handel an, so können Handelspartner bei der Umstellung auf ökologischen Landbau und mit Vorfinanzierungen unterstützt werden. Sie erhalten langfristige Verträge und können so auch in die Ausbildung ihrer Kinder, ihre eigene Fortbildung und in neue Produktionsmittel investieren. Unabhängige regelmäßige Qualitätskontrollen vor Ort und hier im Land garantieren Spitzenprodukte für unsere Kunden. Das GEPA-Sortiment umfasst mittlerweile 300 verschiedene Lebensmittel und 1000 verschiedene Handwerksartikel aus aller Welt.
Außerdem wird der ökologische Anbau gefördert. Mehr als 60 % der Lebensmittel tragen das Bio-Siegel nach EG Öko-Verordnung oder das Naturland Zeichen. Es werden keine gentechnisch veränderten Zutaten verwandt, die Verpackungen sind weitgehend umweltverträglich.
Weil die Transparenz im Fairen Handel sehr wichtig ist, kann sich jeder auf der Internetseite www.gepa.de über Produzentengruppen, Produkte, biologische Anbaumethoden und über engagierte Menschen, Organisationen und Weltläden im Fairen Handel informieren.
Die folgenden Gesellschafter stehen für den Unternehmensauftrag der GEPA und haben die Arbeit von Anfang an begleitet:
Die GEPA ist heute das größte Fair Handelsunternehmen in Europa. Lernen auch Sie den Fairen Handel und unsere Partner besser kennen, besuchen Sie doch mal (wieder) unseren Weltladen.
Getrocknete Mangos
Mangofrüchte werden zum Obst gezählt. Heutzutage gibt es über 1000 Mangosorten,
die sich in Form, Größe und Geschmack unterscheiden.
Der immergrüne Mangobaum kann bis zu 40 m hoch und an der Spitze bis
zu 10 m breit werden. Die bis zu 2 kg schweren Früchte werden zu Saft, Kompott,
Marmelade, Eiscrème, Chutneys und Fruchtgummis verarbeitet.
Eine reife Frucht duftet und gibt auf Druck leicht nach. Unsere Trockenmangos
stammen aus einem Bergdorf auf der philippinischen Insel Cebu.
Das Dorf ist nur sehr schwer zu erreichen. 425 Bauern, die Mangobäume besitzen,
erhalten von den Fabriken, die die Früchte verarbeiten, höhere, garantierte Preise.
Die Organisation PREDA (People's Recovery, Empowerment und Development),
gegründet von dem irischen Priester Shay Cullen, hilft mit einem 20köpfigen Team
den Kleinbauern bei der Vermarktung ihrer Früchte, bei der Vermittlung von
zinslosen Darlehen für Anschaffungen, mit technischer Beratung und bei der Verbesserung
der Lebensbedingungen. Außerdem kann PREDA mit dem Mehrpreis, den der Faire Handel zahlt,
sich für Straßenkinder einsetzen. Die Mangofrüchte werden im noch nicht ganz reifen
Zustand geerntet, geschält, in Streifen geschnitten und in einen heißen Sirup
aus Fruchtsaft mit geringem Zuckeranteil getaucht.
Anschließend werden die Streifen in einem Heißluftofen getrocknet und nach einer
letzten Qualitätskontrolle gewogen und verpackt. Die Früchte werden weder geschwefelt
noch mit künstlichen Konservierungsstoffen behandelt, sondern der zugesetzte Zucker
wirkt als natürliche Konservierung. Produktion, Verarbeitung der Früchte und Verpackung
erfolgt vollständig im Ursprungsland. Das bedeutet eine maximale Wertschöpfung.
"Mein Lieblingsprodukt",
meint Marie-Luise Knetsch - eine Mitarbeiterin unseres Weltladens -,
"sind die Mango-Monkeys, die exotischen Fruchtgummis aus Mango-Fruchtsaft.
Sie schmecken so fruchtig und nach mehr. Ich kaufe sie deshalb regelmäßig,
auch weil ich weiß, dass ein fester Spendenanteil an die philippinischen Gefängniskinder geht".
Doris Prandl
In unserer Walder Gemeinde hat für den Fairen Handel die Zukunft im positiven Sinn jetzt begonnen: Im renovierten Kirchenanbau steht dem Weltladen nun ein eigener großzügiger, freundlicher, einladender und offener Raum zur Verfügung, in dieser Art zur Zeit wohl einzig im Kirchenkreis Solingen. Im Gegensatz zu den vergangenen 16 Jahren in der ehemaligen Sakristei können heute die fair gehandelten Qualitäts-Produkte aus der sog. Dritten Welt so angemessen präsentiert werden, wie sie es verdienen: übersichtlich, interessant, hell beleuchtet. Das Anliegen der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen, durch den Verkauf fair gehandelter Produkte Menschen in den Entwicklungsländern bei der Sicherung ihrer ständig bedrohten Existenz zu unterstützen und bei uns vor Ort das Bewusstsein für die weltweit brennende soziale und ökologische Frage zu stärken, kann nun viel besser zum Ausdruck gebracht werden. Der Dank gilt dem Presbyterium, das sich mit der kostenlosen Überlassung des Raumes dazu bekannt hat, dass die Beteiligung am Fairen Handel zu den Kernaufgaben kirchlichen Handelns gehört. Dank auch dem Land NRW und dem eed (Evangelischer Entwicklungsdienst), mit deren Unterstützung die Einrichtung finanziert werden konnte.
Die 12 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Weltladens wünschen sich für die Zukunft noch viel mehr Menschen als Kunden und damit als Multiplikatoren für eine gerechtere Welt. Auch neue Mitarbeiterinnen sind herzlich erwünscht und willkommen.
Im Gemeindebrief und hier wird demnächst unter dem Titel „Mein Lieblingsprodukt aus dem Weltladen“ jeweils ein anderes Produkt vorgestellt. Den Anfang macht Quinua, die Körnerfrucht aus dem Hochland Boliviens: „Eines meiner Lieblingsprodukte ist Quinua, weil es so vielseitig verwendbar ist. Es schmeckt süß, pikant, als Burger, als Füllung z. B. für Paprika, als Klößchen, als Beilage und als Eintopf. Ich kann es sogar mahlen als Zutat für Kuchen und Brot. Ein sehr wertvolles Getreide, reich an Mineralstoffen und Eiweiß, besonders geeignet also auch für Vegetarier. Ich empfehle es in unserem Weltladen gerne und habe immer positive Rückmeldungen bekommen. Weitere Informationen zum Produkt und Rezepte geben wir unseren Kunden beim Kauf gerne dazu.“ Doris Prandl, Tel. 314120
Im Jahr 1985 wurde in unserer Evang. Kirchengemeinde Wald der Weltladen gegründet. Sein Ziel ist es, durch den Verkauf von fair gehandelten Lebensmitteln und Kunstgewerbe zu mehr Gerechtigkeit und Menschenwürde in den Produzentenländern beizutragen. Beides bleibt unter den Bedingungen des globalisierten Marktes mit seinem Ungleichgewicht zwischen dem reichen und mächtigen Norden und dem armen Süden zu oft auf der Strecke. Beispiel Kaffeehandel: Ein Kaffeebauer bekommt zur Zeit auf dem Weltmarkt für sein Produkt eine Summe, die noch nicht einmal seine Produktionskosten für Saatgut und Pflege deckt. Ohne Unterstützung gerät er in einen finanziellen Teufelskreis, in dem es die Familien der Kaffeebauern trotz harter Arbeit schwer haben, menschenwürdig zu leben.
Kirchliche Gruppen aus aller Welt setzen sich seit über 30 Jahren für mehr weltweite Gerechtigkeit ein. Denn die Beteiligung am Fairen Handel gehört zu den Kernaufgaben kirchlichen Handelns. Als Kirche haben wir von Gott den Auftrag, für die Schwachen einzutreten, also uns einzusetzen für weltweite soziale Gerechtigkeit. Als Christen können wir aber nur Motor für diesen Auftrag sein, wenn wir selbst in unserem Handeln Vorbild sind. Wir müssen immer wieder fragen: Wie nachhaltig ist unser Lebensstil und wie verantwortlich unser Konsumverhalten? Geht es zu Lasten anderer Menschen und der gesamten Schöpfung?
Auch nach über 30 Jahren gilt der Grundsatz, dass Gerechtigkeit nur möglich ist, wenn wir als Verbraucher tiefer in die Tasche greifen. Zum Beispiel für unseren Kaffee: Bei der GEPA (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt) unter Vertrag stehende Bauern bekommen zusätzlich zum Weltmarktpreis einen garantierten Zuschlag von 10 Dollar je 100 kg Rohkaffee. Und für ausschließlich nach ökologischen Kriterien angebaute Güter gibt es noch einmal einen Zuschlag von 15 Dollar. Bei extrem niedrigen Weltmarktpreisen tritt ein Mindestpreis in Kraft. Damit sind die Bauern beim Fairen Handel gegen den Preisverfall abgesichert und können trotzdem von höheren Preisen menschwürdiger leben. Wenn die Weltmarktpreise extrem niedrig sind, wie z.B. im Jahr 2004, zahlt die GEPA somit doppelt so hohe Preise an ihre Partner wie konventionelle Kaffeekonzerne. Für uns bedeutet das: Wer Kaffeebauern das Überleben ermöglichen will, kann keinen Kaffee für 3,50 Euro pro Pfund trinken. Ein fairer Preis ist doppelt so hoch.
Doris Prandl
Quinua gehört zu den ältesten Kulturpflanzen. Schon vor 6.000 Jahren wurde es in den Anden angepflanzt. Und trotzdem ist es in Europa immer noch weithin unbekannt.
Die Inkas, die für die Verbreitung dieses Korns gesorgt hatten, nannten es "Chisiya mama", was so viel heißt wie "Mutter der Körner". Als die spanischen Eroberer in Südamerika einfielen, hielten sie Quinua für den Grund, warum die Inkas so lange Widerstand gegen sie leisten konnten. 1560 schrieb der spanische Vizekönig in einem Bericht: "Die Unterwerfung dieser rebellischen Indios wird niemals vollständig sein, solange sie eine gewisse Frucht essen, die nicht größer als ein Stecknadelknopf ist.". Schließlich wurde der Anbau von Quinua sogar unter Todesstrafe gestellt und Gerste und Weizen, Mais und - seit den 80erJahren - auch Fertigprodukte verdrängten die uralte Kulturpflanze der Anden.
Der Faire Handel trägt seit einigen Jahren dazu bei, dass der Anbau von Quinua als traditionelles Nahrungsmittel wiederbelebt wird. 4000 bolivianische Familien profitieren heute davon.
Denn: Quinua ist ein nahezu perfektes Nahrungsmittel. Es wächst in den hohen Tälern des bis zu 4000 m hohen Altiplano Boliviens. Weil es in diesen Höhenlagen kaum Schädlinge gibt und die Körner Saponin, einen Bitterstoff, enthalten, können sie ohne chemische Schädlingsvernichtsungsmittel reifen, müssen aber nach der Ernte gewaschen werden. Qinua gehört zu den Gänsefußgewächsen. An den Enden der verzweigten Äste wachsen Blüten, aus denen sich tausende stecknadelkopfgroße Samenkörper entwickeln. Es enthält fast 20 % Eiweiß, doppelt so
viel wie Weizen, ist also besonders gut geeignet, wenn man sich ganz oder teilweise fleischlos ernährt, wie es auch bei den Indianern üblich war. Auch der extrem hohe Gehalt an Aminosäuren wie Lysin und Histadin machen Quinua so gesund. Denn diese Eiweißstoffe kann der menschliche Körper nicht selbst bilden. Quinua hat einen Fettanteil von 6 %, fast ausschließlich ungesättigte Fettsäuren. Außerdem enthält Quinua alle wichtigen Mineralstoffe und die Vitamine B2, E und A. Sein Eisengehalt ist doppelt so hoch wie der des Weizens. Kein Wunder also, dass Quniua bei der NASA als Nahrung für Raumfahrer eingesetzt wird. Mit Quinua lassen sich abwechslungsreiche herzhafte und süße Speisen zubereiten.
Im Weltladen haben wir das Inkakorn immer vorrätig, einschließlich vieler Rezeptideen.
Doris Prandl